Tipps und Tricks Essen Pilze trocknen und dadurch haltbar machen - wir zeigen 4 unterschiedliche Methoden
 

Pilze trocknen und dadurch haltbar machen - wir zeigen 4 unterschiedliche Methoden Pilze trocknen und dadurch haltbar machen - wir zeigen 4 unterschiedliche Methoden Empfehlung Hot

Pilze trocknen und dadurch haltbar machen - wir zeigen 4 unterschiedliche Methoden

Haltbarer Genuss – Pilze trocknen

Die Pilzsaison ist recht kurz und vor allem unberechenbar, obwohl sie gerade erst begonnen hat. Noch vor dem ersten Frost sollte man sich gleich auf die Suche machen, um die schmackhaften Knollen zu ernten. Werden sie nicht sofort nach der Ernte verarbeitet, dann sollte sie haltbar gemacht werden. Die Möglichkeiten und Methoden der Konservierung von Lebensmitteln ist schon so alt wie die Menschheit. Selbst König Ludwig XIII. fädelte seine Morcheln auf einer Schnur zum Trocknen auf.


01 Die Faden-Methode
Wandelt man auf des Königs Spuren, so eignet sich diese Methode hervorragend, um Pfifferlinge und Morcheln haltbar zu machen. Sie werden einfach am Stück auf einen langen Baumwollfaden mit Hilfe einer Nadel aufgefädelt, sodass eine Art Kette entsteht. Wichtig ist es darauf zu achten, dass zwischen den Pfifferlingen oder Morcheln kleinere Lücken entstehen, da sie sonst leicht verderben könnten. Die nun aufgefädelte Pilz-Kette kommt nun an einen warmen, luftigen Ort wie z.B.: der Speisekammer. Nach etwa zwei bis drei Tagen kann man sie abnehmen und in einem gut zu verschließenden Schraubglas an einem dunklen Ort aufbewahren.

02 Die Methode auf Papier bzw. flachen Unterlagen
Diese Methode eignet sich hervorragend für Steinpilze, Birkenpilze, Feld- und Austernpilze, Champions oder Füllhörner. Allerdings sollte man recht große Knollen in feine Scheiben schneiden, da der Trocknungsprozess sonst zu lange dauert. Wichtig ist eine ausreichende gute Belüftung. Auf Zeitungspapier als Unterlage, wie früher oft verwendet wurde, sollte verzichtet werden, da sie sonst einen guten Teil ihres wertvollen Geschmacks entziehen. Am Besten eignet sich Backpapier. Der Raum sollte so gewählt sein, das er konstant Wärme verströmt. Oftmals und bewährt hat sich der Dachboden des Hauses oder aber auch eine Trockenkammer. Selbstverständlich kann man die Knollen auch auf den Kühlschrank legen.

03 Die Backofen Variante
Eine weitere Variante der Haltbarmachung ist der Backofen. Sicherlich nicht eine umweltfreundliche Methode, aber dennoch effizient. Bei extrem niedriger Temperatur –zu empfehlen sind hier 50 Grad – werden die in Scheiben geschnittenen Knollen auf ein Gitter gelegt, in den Ofen geschoben und bei leicht angelehnter Ofentür getrocknet. Je nach Pilzart und Zustand kann dieser Trocknungsvorgang 12 bis 24 Stunden dauern.

04 Das Dörrgerät
Die wohl effizienteste Art und schonend ist die Verwendung eines Dörrgerätes. Hierbei gibt es im Handel eine reichliche Auswahl an geeigneten Geräten. Ein Dörrgerät liefert konstante Wärme und transportiert die Feuchtigkeit ab. Ideale Voraussetzungen für den Trockenvorgang. Ein weiterer Vorteil liegt auf der Hand. Alle wichtigen und vor allem hitzeempfindlichen und sauerstoffempfindlichen Vitamine bleiben erhalten.


Tipps und Kniffe beim Trocknen von Pilzen und die richtige Lagerung

  • Zunächst ist darauf zu achten, dass die Speisepilze sofort nach der Ernte verarbeitet werden. Nasse oder auch feuchte Exemplare eignen sich nicht zum Trocknen, da sich Schimmel sehr schnell ausbreiten kann.
  • Gereinigt werden Pilze mit einem feinen Pinsel oder aber auch leicht mit einem feuchten Tuch „geputzt“.
  • Stellen, die von Würmern befallen sind, werden selbstverständlich weggeschnitten.
  • 5 Millimeter sollen die Scheiben dick sein. Um die Gleichmäßigkeit der Scheiben zu gewährleisten, eignet sich ein Eierschneider.
  • Die Pilze sind trocken, wenn sie sich noch leicht biegen lassen. Reibt man sie aneinander, klingt es wie raschelnde Herbstblätter.
  • Gelagert werden die nun getrockneten Pilze in einem gut zu verschließendem Glas in einem dunklen Raum.
  • Gegen Parasiten hilft es ein wenig gemahlenen Pfeffer in das Glas zu streuen und das Glas dann zu schütteln. So sind sie sogar mehrere Jahre haltbar.

[Bild 1 ist von pellaea; Bild 2 ist von Girl Interrupted Eating - via Flickr - vielen Dank]


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