Paneer - indischen Käse selber machen

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Paneer - indischen Käse selber machen

Paneer selbst herstellen - ganz einfach mit dieser Anleitung...
Paneer ist ein indischer Frischkäse. Er ist in Deutschland in den meisten Kaufhäusern nicht erhältlich, sodass man ihn in einem indischen Spezialitätengeschäft erwerben muss. Man kann Paneer allerdings auch einfach selbst herstellen.


Paneer wird zu typisch indischen Gerichten wie Curry gegessen, eignet sich aber auch zum Braten und wird manchmal in einer Kombination mit Hühnchen oder Lamm und Spinat serviert. Die Herstellung von Paneer erfordert kaum Erfahrungen als Koch, jedoch sollte man beachten, dass es einige Zeit dauert, da der Käse meist über Nacht liegen gelassen wird, bis er servierfertig wird, damit es schnittfest wird.

Man benötigt zur Herstellung folgende Zutaten

  • Frische Vollmilch
  • Etwas Zitronensaft oder auch Branntweinessig
  • Ein Leinentuch
  • Eine mittelgroße Schale


Schritt für Schritt Anleitung zur Herstellung von Paneer

01 Die Milch aufkochen
Man gibt die Milch in einen Kochtopf und lässt sie bei mittlerer Hitze warm werden, bis sie schließlich kocht. Dabei muss man vorsichtig umrühren, um zu verhindern, dass die Milch mit der Zeit anbrennt. Deswegen sollte man den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen.

02 Zugabe von Zitronensaft oder Branntweinessig
Geschmacklich gibt es bei der Hinzugabe von Zitronensaft oder Branntweinessig eigentlich kaum einen Unterschied, da die Säure für den Prozess der Herstellung das Wichtigste Element ist. Man nimmt pro Liter Milch etwa vier Löffel Saft oder Essig. Zitronensaftkonzentrat eignet sich aufgrund seines höheren Säuregehalts am besten.



03 Der Saft bzw. Essig wird erst hinzugegeben, wenn die Milch bereits kocht. Danach sollte folgendes passieren: Die Milch fängt an, sich in eine molkeartige Substanz zu zersetzen, und feine Bröckchen heben sich aus der Flüssigkeit ab. Wenn dies der Fall ist, kann man die Milch von der Kochstelle nehmen. Im Fall, dass noch nichts passiert, nachdem man den Zitronensaft hinzugegeben hat, einfach die Milch noch etwas weiter köcheln lassen und ein klein wenig mehr Saft oder Essig hinzugeben.

04 Den Käse aus der Milch nehmen
Nun nimmt man den Topf mit der Milch und den Bröckchen von der Kochstelle und schüttet vorsichtig die Masse durch ein feines Sieb. Dabei sollte das Sieb wirklich feinmaschig sein, damit der Käse nicht in der Spüle landet. Hat man nun die Bröckchen in dem Sieb aufgefangen, lässt man ein wenig kaltes Wasser darüber laufen. Danach nimmt man das Tuch, das man sich anfangs bereitgelegt hat und legt es in die Schale.

05 Die Krümel aus dem Sieb werden nun auf das Tuch geschüttet. Das Tuch kann noch ein wenig ausgedrückt werden, damit die Flüssigkeit schneller abfließt.

06 Den Käse „reifen“ lassen
Nun sollte der Käse über mindestens 6 Stunden, besser noch über eine Nacht liegen gelassen werden. Damit der Käse am nächsten Tag verarbeitet werden kann, sollte am besten wie folgt vorgehen: Das Küchentuch mit der geronnenen Milch sollte am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bevor es abgelegt wird, sollte so viel Flüssigkeit wie möglich ausgedrückt werden. Im Kühlschrank kann man das Tuch mit dem Käse dann noch mit etwas beschweren, zum Beispiel einem Einmachglas oder einem Teller. Am nächsten Morgen sollte der Käse nun eine feste Konsistenz haben und genießbar sein.

[Die Bilder sind von Martin Bravenboer - via Flickr - vielen Dank!]


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